Unser Karriere-Ratgeber

Längere Studiendauern optimal nutzen

Seinen Bachelor in acht oder mehr Semestern abzuschließen oder den Master in mehr als vier Semestern, ist für viele ein Indiz für eine angebliche Faulheit der Studierenden. Denn vorgesehen sind in der Regel sechs Semester für den Bachelor- und vier Semester für den Master-Abschluss. Doch diese Regelungen werden immer mehr zur Ausnahme! Wie ihr lange Studienzeiten sinnvoll nutzen könnt, um euch ideal auf Euer Berufsleben vorzubereiten, soll hier gezeigt werden. Dabei sind diese Tipps für alle Studierenden gedacht, die nicht bloß Semester ranhängen, weil sie mehr Zeit zum Feiern und “Erleben” möchten, sondern für diejenigen, die sie wirklich sinnvoll nutzen möchten!

Nebenjob

Einen Nebenjob finden, der sinnvoll mit dem Berufswunsch zusammenpasst. Klingt so einfach und doch wird es oft nicht umgesetzt. Wer sich sein Studium mit Nebenjobs bzw. Werkstudententätigkeiten finanzieren möchte, der sollte eine Stelle in seinem späteren Berufsfeld auswählen. Eventuell braucht man dann ein bis zwei Semester länger als die Regelstudienzeit beträgt, kann seine potenziellen Arbeitgeber jedoch mit seinem Fach- und Praxiswissen beeindrucken.

Wahlfächer

Wahlfächer belegen, die nicht vorgesehen sind, die Euch jedoch interessieren oder in Euren Berufswunsch gut hineinpassen. Oft kann auch das dort erlangte Wissen für Eure Pflichtfächer von Nutzen sein, weil sie an eine bestimmte Thematik anknüpfen etc. Durch mehr Kurse steigt natürlich auch die Arbeit an, die dann mit angehängten Semestern begründet ist.

Engagement

Sich in Hochschulgremien engagieren oder in sozialen oder politischen Projekten aktiv sein. Sich ehrenamtlich zu engagieren oder für das Allgemeinwohl zu sorgen, sind wichtige Kompetenzen, die auch von vielen Arbeitgebern honoriert werden. Vielleicht könnt Ihr euch ja ein Projekt aussuchen, das an Euren Berufswunsch anknüpft. Von der Erfahrung und den gewonnenen Kompetenzen wird nicht nur ihr Arbeitgeber profitieren, sondern an erster Stelle Ihr persönlich!

Praxis

Praxiserfahrungen durch Praktika! Viele Unternehmen bestehen darauf, dass die Praktikanten immatrikuliert sind. Doch oft sehen Universitäten und Fachhochschulen kein Praxissemester vor. In den Semesterferien (bzw. eher der vorlesungsfreien Zeit) fehlt jedoch oftmals die Zeit, da Praktika meistens drei bis sechs Monate andauern. Somit hat man kaum Möglichkeiten, ein Praktikum nach dem Studium zu absolvieren. Alternativ kann man ein Semester ans Studium ranhängen, um es für ein Praktikum zu nutzen.

Auslandserfahrung

Auslandssemester und Auslandserfahrungen sammeln. Auslandserfahrungen sind heutzutage schon fast eine Voraussetzung. So kann man ein angehängtes Semester für seine Auslandserfahrungen nutzen. Ob es nun ein Praktikum, ein Auslandssemester oder ein soziales Projekt ist - es wird sich auf jeden Fall auszahlen!
Unser persönlicher Tipp: Macht Euch zu Beginn Eures Studium, aber auch während des Studiums eine Check-Liste, was Ihr belegen müsst, was Euch zusätzlich interessieren würde und was Euer späterer Berufswunsch wäre bzw. in welchem Feld Ihr gern arbeiten würdet. Informiert Euch dann, worauf Wert gelegt wird und versucht so viel wie möglich umzusetzen. Ihr wollt in einem internationalen Unternehmen arbeiten? So sind womöglich gute Sprachkenntnisse und Auslandserfahrungen von Vorteil. Ihr wollt im Medienunternehmen tätig sein? So sind meistens Praxiserfahrungen wertvoll. Was auch immer Ihr beruflich gern machen würdet, setzt Euch realistische Ziele und richtet Euer Studium danach aus. Vielleicht müsst Ihr dann Semester ranhängen, aber wenn Ihr Eurem potenziellen Arbeitgeber erklären könnt, woran es lag, wird er sicher Verständnis haben. Titelbild: Fotolia.com - ©DDRockstar