Unser Karriere-Ratgeber

Ratgeber für Arbeit im Falle von Krankheit

Rote Nase, geschwollene Augen und der Hustenreiz - ja wir alle haben es im Laufe unserer Berufsbahn erlebt! Doch was steht mir eigentlich vom Arbeitgeber zu, wenn ich mal länger krankheitsbedingt fehle? Gibt es Regelungen, die das festlegen?

Krankheitsmeldung und Attest

Um keinen unnötigen Ärger mit seinem Vorgesetzen zu bekommen, sollte man seinen Krankheitsfall unverzüglich bei der Arbeit melden. Das Bundesarbeitsgericht entschied, dies habe am ersten Krankheitstag bis um elf Uhr beim Chef oder der Personalabteilung, zu geschehen. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Wege die Information erfolgt, ob per Fax, E-Mail oder einem persönlichen Anruf. Auch ist man nicht dazu verpflichtet, sich selbst krank zu melden. Dies kann auch eine andere Person für einen machen. Bei einer Krankheitsdauer bis zu drei Tagen ist es nicht notwendig, einen ärztliches Attest vorzulegen. Ist man jedoch länger als drei Tage krank, so muss ein Attest unter Angaben der Arbeitsunfähigkeit und der vorraussichtlichen Dauer der Krankheit eingereicht werden. Wer sich jedoch unsicher ist, wie der eigene Betrieb das regelt, kann sich im Betriebsrat erkundigen.

Krankengeld

Im Falle von Krankheit im Job erhält jeder gesetzlich versicherte Arbeitnehmer bis zu einer Dauer von sechs Wochen sein Gehalt vom Arbeitgeber. Wer jedoch länger als sechs Wochen arbeitsunfähig ist, dem zahlt die Krankenkasse ein Krankengeld. Die minimale Auszahlung beträgt dabei 70% und die Maximale 90%, des zuletzt ausgezahlten Bruttogehalts. Je nach Betrieb, Dauer der Einstellung und des Arbeitsvertrags kann der Arbeitgeber den Differenzbetrag zwischen Krankengeld und Bruttogehalt freiwillig für eine bestimmte Zeitdauer auszahlen. Ob dies auch in Eurem Betrieb üblich ist, erfragt Ihr am besten direkt bei Eurem Chef oder der Personalabteilung. Bei privat versicherten Arbeitnehmern zahlt die Krankenkasse nur dann Krankengeld aus, wenn es auch vertraglich vereinbart wurde. Dabei ist die Höhe des Krankengeldes frei vereinbart. Bei weiteren Fragen wendet Ihr Euch am besten an Versicherungen oder Hotlines! Wichtig: Das Krankengeld ist beitragspflichtig zur Renten-, Arbeitslosen und Pflegeversicherung! Dabei werden die Beiträge direkt von den Krankenkassen einbehalten und an die entsprechenden Versicherungsträger abgeführt. Titelbild: Fotolia.com - ©Alexander Raths