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Burn-out: So kannst du ihn bekämpfen!

Stress, kaum Zeit für Hobbies und soziale Bindungen und hohe berufliche Anforderungen sind heutzutage ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Doch wenn der Leistungsdruck zu groß ist und man den hohen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist, kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden führen: Burn-out. Hierbei ist das Burn-out Syndrom nicht im klassischen Sinne eine Krankheit, sondern häufig eine Art Vorstufe oder Sonderform der Depression, die mit einem körperlichen und geistigen Erschöpfungszustand auftritt. Da Burn-out besonders perfektionistische Menschen mit einem hohen Anspruch an ihre eigene berufliche Leistung betrifft, leiden vor allem erfolgreiche Menschen darunter. Grund sind dabei häufig eigene Denk- und Verhaltensmuster. Zu den häufigsten Ursachen des Burn-out zählen ein besonders ausgeprägtes Engagement für die Arbeit und übertriebener Ehrgeiz. Viele Berufstätige, die ihr Selbstwertgefühl über die eigene berufliche Produktivität definieren, leiden sehr darunter wenn sie dem Stress nicht mehr gewachsen sind. Sie müssen sich selbst und anderen beweisen, dass sie etwas können und möchten außergewöhnliche Leistung bringen. Dabei erlauben sie sich selbst keine Fehler, und bekommen für ihre Leistung aber auch wenig oder kaum Anerkennung. Hinzu kommen noch weitere Faktoren wie Probleme in der Partnerschaft und der Familie, die viele zusätzlich belasten. Bereits kleine Probleme werden dann zu riesigen Hindernissen. Das Gefährliche am Burn-out: Es handelt sich um einen schleichenden Prozess und wird daher erst sehr spät erkannt. Wichtig ist, dass man frühzeitig die Notbremse zieht und Symptome nicht herunterspielt.

Typische Symptome

Viele Menschen, die von Burn-out betroffen sind, kommen nicht von dem Gefühl los in einem Hamsterrad zu sein und keine Kontrolle mehr über ihr Handeln zu haben. Durch den ständigen Druck funktionieren zu müssen und die mangelnde Bestätigung durch andere sind dann nach einiger Zeit die Akkus leer. Antriebslosigkeit, Schlaflosigkeit, ein permanentes Gefühl von Erschöpfung und Überforderung zählen zu den häufigsten Anzeichen des Burn-outs. Außerdem kann man sich häufig schlecht konzentrieren, ist leicht abgelenkt und vergesslich. Leider werden die Symptome oftmals als zu alltäglich und gewöhnlich empfunden, um wahrgenommen zu werden. Hierbei spielt besonders der Zeitraum, in dem sich die Symptome zeigen eine wichtige Rolle. Sollten die Anzeichen über mehrere Wochen nicht nachlassen, muss reagiert werden. Besonders wenn der private Lebensbereich darunter leidet, kann es sehr gefährlich werden. Betroffene ziehen sich oft zurück, meiden Freunde und vernachlässigen ihre Freizeitaktivitäten. Dadurch gibt es für den Stress im Beruf keinen Ausgleich mehr und die Situation verschlechtert sich zusehends.

Hilfe gegen Burn-out

Wichtig um einen Burn-out von vornherein zu vermeiden, ist auf seinen eigenen Rhythmus und seine Gefühle zu achten. Meditation, Sport und regelmäßige Pausen sind gute Möglichkeiten, um den stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen. Wer sich zu sehr auf seinen Job konzentriert, verliert den Überblick über sein Leben und andere Bereiche kommen zu kurz. Die Fähigkeit zwischendurch und nach der Arbeit abschalten und loslassen zu können ist daher sehr entscheidend. Besonders Urlaub ist wichtig, um die seelische und körperliche Balance wiederherzustellen. Schließlich besteht das Leben nicht nur aus Arbeit! Auch die Aussprache mit der Familie und der Kontakt zu Freunden ist grundlegend, um Probleme nicht unter den Teppich zu kehren. Häufig fühlen sich Burn-out-Patienten alleingelassen und haben das Gefühl alles, also auch gesundheitliche Probleme, alleine bewältigen zu müssen. Das soziale Umfeld spielt jedoch eine wesentliche Rolle und ist für die psychische Stabilität von großer Bedeutung. Das Gefühl innerer Leere, Antriebslosigkeit und der Frage nach dem Sinn der Arbeit lassen Betroffene sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Ist der Erschöpfungszustand bereits weit fortgeschritten, kann nur noch eine professionelle Therapie helfen. Vor allem wenn sich Depressionen, starke Selbstzweifel und Angstzustände bemerkbar machen. Ein Facharzt kann durch Gesprächstherapie oder kognitive Verhaltenstherapie helfen. In manchen Fällen, wie bei einer Depression oder akuten Schlafstörungen, ist eine Behandlung mit Medikamenten notwendig. Ziel ist es, eine harmonische und bessere Lebensqualität zu erreichen, damit die Arbeit auch wieder Spaß macht. Titelbild: Fotolia.com - ©Nicola_Del_Mutolo