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Die 8 besten Nebenjobs der Online-Branche für Studenten

Ein Studium an privaten oder staatlichen Universitäten bedeutet für junge Menschen über mehrere Jahre kein geregeltes Einkommen zu haben. Wenn kein Anspruch auf ausreichend Bafög besteht und kein Studienkredit bei einer Bank aufgenommen werden möchte, müssen Studenten ihren Lebensunterhalt anderweitig finanzieren. Viele nehmen deshalb die Möglichkeit wahr, einen Nebenjob auszuüben. Das bietet ihnen eine Chance, neben dem Studium ihr eigenes Geld zu verdienen, sich den Unterhalt selbst zu finanzieren und somit unabhängig von Eltern und Staat zu sein. Zusätzlich ist ein Nebenjob oftmals ein willkommener Ausgleich zum theorielastigen Hochschulbetrieb und dient der Umsetzung von erlerntem Wissen in die Praxis. Dabei kann der spätere Berufsalltag schon einmal ausgetestet werden. Eventuell kommen später sogar Übernahmechancen heraus. Auch für Unternehmen entstehen einige Vorteile, sollten sie Studenten einstellen. Firmen erhalten Arbeitskräfte, die körperlich voll belastbar sind und außerdem geistige Frische und neue Ideen für Problemlösungen mitbringen. Auch hohe Motivation, Lernbereitschaft und Engagement zählt zu den Stärken studentischer Hilfskräfte. Des Weiteren ergeben sich nur geringe Lohnnebenkosten, was die Arbeitgeber zusätzlich entlastet und sie haben später die Möglichkeit bereits eingearbeitete Arbeitskräfte zu übernehmen. Viele Studenten greifen auf typische Alltagsjobs zurück, wie Tätigkeiten im Lager, Arbeiten an der Kasse, Auffüllen von Regalen mit Warenbeständen, Gastronomie, Promotion oder sonstige Aushilfsarbeiten. Es gibt aber zunehmend auch Stellenangebote, die Studenten bestimmter Fachrichtungen oder mit passenden Kenntnissen ansprechen wollen, um frische Ideen ins eigene Unternehmen einzubinden. Für Studenten lohnt es sich deshalb, Jobs zu suchen, die den Vorkenntnissen und Neigungen entsprechen, weil dann meist auch eine bessere Bezahlung auf sie wartet. Deshalb sollte in Bewerbungen immer das Studienfach, Nebenfächer aber auch persönliche Interessen und Hobbies angegeben werden. Personaler interessiert es ebenfalls, wie flexibel einsetzbar Studenten sein können.

Attraktive Jobangebote der Online-Branche

Ein Metier, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt ist natürlich die Online-Branche. Hier warten viele attraktive Angebote für Studenten, die keine Lust haben zu kellnern, an der Kasse zu sitzen oder Regale aufzufüllen. Ob mit Smartphone, Tablet oder Laptop - viele junge Leute sind heutzutage online unterwegs, schreiben Blogs, betreiben eigene Webseiten, testen Spiele oder wollen YouTube-Stars werden. Dabei kennen sie sich meist besser aus als sie denken und haben gute Chancen, einen Nebenjob in der Online-Branche zu finden. Um ein paar Anreize zu geben, sollen in diesem Artikel die besten Nebenjobs für Studenten im Online-Bereich, dazugehörige Aufgaben und nötige Anforderungen vorgestellt werden: 1) Social Media- & PR-Mitarbeiter: Aufgaben: Erstellung von Content für Social Media Netzwerke wie Facebook, Google+ und Twitter, Recherchen, konzeptionelle und organisatorische Tätigkeiten, Öffentlichkeitsarbeit Anforderungen: Ausdrucks- und Kommunikationsstärke, Kenntnisse sozialer Netzwerke, Organisationsfähigkeiten
2) Vertriebsassistent/Sales Agent: Aufgaben: Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen, Gewinnung und Ausbau von Kundenbeziehungen, Telefonische Bedarfsermittlung, Terminvereinbarung- und Koordination Anforderungen: Kommunikationsstärke und gute Ausdrucksfähigkeit, mündliche und schriftliche Überzeugungskraft, freundlicher und professioneller Umgangston
3) Webseitentester: Aufgaben: Konzeption, Koordination und Durchführung von Tests von Webseiten und Newslettern, Dokumentation, Analyse und ständige Optimierung von Testverfahren und -ergebnissen Anforderungen: Sinn fürs Detail, Interesse an neuen Webseiten und Applikationen
4) Webdesigner: Aufgaben: Webseitenerstellung, Layoutanpassung Anforderungen: HTML- und CSS-Kenntnisse, Beherrschung visueller Gestaltungsprogramme, Kreativität
5) Datenanalyst/ Webanalyst: Aufgaben: Auswertung und Analysen von Kunden-Webseiten und Online-Kampagnen, Erstellung geeigneter Web-Controlling Tools, Vorbereitung und Auswertung von A/B-Tests Anforderungen: Grundlagen im Bereich SEO
6) Suchmaschinenoptimierung/ SEO-Mitarbeiter: Aufgaben: Webseitenanalyse mit gängigen SEO-Tools, Mitentwicklung von SEO-Strategien, Linkbuilding Anforderungen: Grundlagen im Bereich SEO und Kenntnisse von SEO-Tools
7) Programmierer/ Webentwickler: Aufgaben: Erstellung und Bearbeitung von Online-Medien wie E-Mail-Kampagnen, Landingpages, Web-Formularen, Microsites und Websites Anforderungen: Kenntnisse in HTML, CSS, JavaScript, oft: Kenntnisse im Bereich Scriptsprachen und Webentwicklung, Programmierkenntnisse und PHP- oder Webframework-Kenntnisse
8) Online-Redakteur/ Blogger: Aufgaben: Recherche und Erstellung von Artikeln, Newslettern oder anderen Textdokumenten, Durchführung von Interviews, Einbau von Artikeln in Online-Datenbanken, Community-Betreuung Anforderungen: sicherer Ausdruck und Beherrschung der Rechtschreibung, oft: Erfahrungen mit Content Management Systemen

Anforderungsprofile in Stellenanzeigen schrecken oft ab

Zu den grundlegenden Anforderungen für Berufe in der Online-Branche gehören natürlich eine gewisse Internetaffinität sowie der sichere Umgang mit PC und gängigen Office-Programmen. Außerdem sollte gern selbständig gearbeitet und neue Ideen eingebracht werden. Studenten sollten sich dabei nicht von Anforderungsprofilen in Stellenanzeigen abschrecken lassen. Oftmals klingen diese, als wären sie auf einen bestimmten Studiengang festgelegt. In klar abgegrenzten Berufsprofilen mit festgelegter Zusammenstellung von Fähigkeiten, die man im Studium erwirbt, ist das für Personaler auch sinnvoll, um die Qualität der Bewerbungen auf einem bestimmten Level zu halten. Einleuchtend ist das bei Naturwissenschaften, da sich dort wenn überhaupt nur wenig Fachwissen im Selbststudium aneignen lässt. In der Online-Branche hingegen gibt es viele Aufgabenbereiche, die in Eigenregie erlernt werden können und bei manch einem sogar unter dem Begriff “Hobby” laufen. Ganz klar sollte natürlich auch sein, dass Studenten in ihren Nebenjobs nicht als volle Kraft angestellt sind, sondern vor allem dazu lernen sollen und unterstützende Hilfstätigkeiten ausüben.

Wie viel dürfen Studenten verdienen?

Nun stellt sich für viele Studenten die Frage, wie viel sie neben dem Studium überhaupt arbeiten und dazu verdienen dürfen. Wichtig ist zu beachten, dass Arbeitnehmer einer geringfügigen Beschäftigung die gleichen Rechte und Pflichten wie normale Arbeitnehmer haben. In der Woche dürfen Studenten aber nicht mehr als 20 Stunden arbeiten, da sonst der Studentenstatus und alle damit verbundenen steuerrechtlichen Privilegien verloren gehen. Eine Ausnahme besteht für kurzfristige Beschäftigungen von zwei Monaten oder höchstens 50 Tagen im Jahr. Lohnsteuer: Soll die Zahlung von Lohnsteuer oder sonstigen Abgaben vermieden werden, darf das monatliche Einkommen 450 Euro nicht überschreiten. Für alle Einkünfte, die über dieser Grenze liegen, muss der Student eine Steuererklärung abgeben. Überschreiten diese aber den Grundfreibetrag von momentan 8.354 (Euro im Jahr nicht, wird das Finanzamt die Steuern zurückerstatten. Kindergeld: Kindergeld kann in Deutschland bis zum 25. Lebensjahr bezogen werden. Seit 2012 kann der Anspruch auf Kindergeld nicht mehr daran scheitern, dass das Kind ein zu hohes Einkommen hat. Kinder mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mit abgeschlossenem Studium werden nur dann berücksichtigt, wenn das Kind einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht. Sozialversicherung: Studenten gelten als weitestgehend versicherungsfrei, wenn sie einer geringfügigen Beschäftigung von 450 Euro nachgehen (gilt nur für den Job, im Studium ist man durchaus krankenversichert). Arbeitgeber müssen Pauschalbeträge in die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung zahlen. Wer möchte kann sich seit 2013 von der Rentenversicherungspflicht auf Antrag befreien lassen. Bei einem Verdienst zwischen 450,01 und 850 Euro (sog. Midijob) müssen Arbeitnehmer nicht den vollen Beitragsanteil entrichten. Stattdessen gilt eine Gleitzonenregelung. Die Höhe des Beitragsanteils steigt mit dem Einkommen bis zur Hälfte des Gesamtbeitrags an. Die Beitragslast beginnt allerdings nicht bei 0%, sondern bei 4%. Krankenversicherung: Studenten, die nicht privat krankenversichert sind, können sich bis zum 25. Lebensjahr über ihre Eltern versichern lassen, wenn sie nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Danach greift die studentische Pflichtversicherung mit günstigen Tarifen. Bei gesetzlichen Krankenkassen ist die studentische Krankenversicherung grundsätzlich im Normaltarif gleich teuer. Bafög: Für Bafög-Empfänger gilt, dass das Einkommen aus einem Job grundsätzlich auf den Bafög-Bedarf angerechnet wird. 4.880 Euro bleiben in einem Bewilligungszeitraum jedoch anrechnungsfrei, sodass monatlich 406 Euro hinzu verdient werden können.
Sobald man sich einen Überblick über das schwierige Thema der Verdienstgrenzen gemacht hat, gilt es nun mit dem passenden Job in der Online-Branche durchzustarten. Zu finden sind Nebenjobs für Studenten auf zahlreichen Webseiten im Internet. Für die Online-Branche bieten sich Internetplattformen an, auf denen Unternehmen ihre Stellenanzeigen speziell für den Online-Bereich schalten, wie beispielsweise die Jobbörse von Affiliate Deals. Titelbild: Fotolia.com - ©Jonas Glaubitz