Unser Karriere-Ratgeber

Mit dem Bewerbungsfoto überzeugen

Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz von 2006 gilt in Deutschland ein Bewerbungsfoto nicht mehr als Pflicht. Allerdings wird es von den meisten Unternehmen erwartet und darf daher nicht fehlen! Verwendet auf jeden Fall ein aktuelles Bild, das am besten nicht älter als zwei Jahre alt ist. Der Personaler sollte euch beim Bewerbungsgespräch wiedererkennen und sich nicht wundern. Auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Urlaubsfotos oder zurechtgeschnittene Aufnahmen haben in einer Bewerbung nichts zu suchen. Passfotos aus dem Automaten werden bei Bewerbungen um qualifizierte Positionen generell nicht gerne gesehen. Hier lohnt es sich in einen Fotografen zu investieren, da euer Foto einen professionellen Eindruck hinterlassen sollte. Ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein wacher, freundlicher Gesichtsausdruck sind wichtige Voraussetzungen, damit es mit dem neuen Job klappt.

Das passende Outfit

Die Kleidung sollte auf jeden Fall angemessen sein. Hierbei stellt sich die Frage, auf welche Position und in welcher Branche ihr euch bewerbt. Grundsätzlich gilt für Frauen, darauf zu achten, Make-up, Frisur und Schmuck dezent zu halten. Lange Haare sollten nicht zwingend zusammengebunden werden, aber in jedem Fall nicht zu auffällig über die Schultern fallen. Nach Ansicht vieler Experten haben Frauen, die zu sehr weibliche Attribute ausstrahlen keine guten Chancen. Gerade für Führungspositionen sollte ein Foto Durchsetzungsvermögen und Selbstsicherheit ausstrahlen. Daher ist eine zu niedliche oder zu feminine Note nicht von Vorteil. Für die Kleidung wählt ihr am besten keine auffälligen Farben oder Schnitte. Gedeckte, dunkle Töne und ein klassischer Stil wirken seriöser. Für Frauen sind Blazer und eine schlichte Bluse angemessen. Für Männer gilt: Anzug, Hemd und gegebenenfalls eine Krawatte. Wichtige Regel: Zieht euch so an, wie ihr auch zum Bewerbungsgespräch gehen würdet! Beim Bewerbungsfoto kommt es nicht auf makellose Schönheit an, sondern darauf, ob man einen souveränen und kompetenten Eindruck vermittelt. In einem professionellen Fotostudio könnt ihr euch von der Fotografin oder dem Fotografen beraten lassen, was Haltung und Gesichtsausdruck angeht. Eurer Lächeln wirkt in jedem Fall sympathischer wenn es natürlich und unverkrampft aussieht. In der Regel könnt ihr dann zwischen einigen Aufnahmen das beste Motiv auswählen. Ein gelungenes Foto kann euch viele Sympathiepunkte bringen, da es unter der Masse von Bewerbern sofort ins Auge fällt. Ihr werdet zwar nicht nur wegen eines Fotos eingestellt, aber ein schlechtes Foto ist definitiv ein Ausschlusskriterium, das ihr mit unseren Tipps vermeiden könnt.

An welche Stelle im Lebenslauf muss das Foto angebracht werden?

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Falls ihr euch für ein Deckblatt entscheiden solltet, kann ein großformatiges Foto (ca. 6 x 9 cm) angebracht werden. Im Lebenslauf sollte es klassisch oben in den rechten Rand platziert werden. Am Besten wählt ihr ein Farbfoto, das etwas größer als ein Passfoto ist. (ca. 4,5 cm x 6,5 cm). Benutzt zum Befestigen lieber keine Büroklammern, da das Foto leicht abfallen könnte und beim Kopieren der Bewerbung stört. Besser ist doppelseitiger Kleber oder ein Klebstift. Dabei solltet ihr sparsam mit der Klebe umgehen. So könnt ihr das Foto gegebenenfalls leichter entfernen und für eine neue Bewerbung wiederverwenden. Solltet ihr ein ausgedrucktes Foto verwenden, achtet darauf, dass es direkt auf dem Lebenslauf erscheint und eine hohe Auflösung hat. Tipp: Vergesst nicht euren Namen auf die Rückseite des Fotos zu schreiben. So kann es eurer Bewerbung zugeordnet werden, auch wenn es abfallen sollte! Investiert auch für eure Bewerbungsmappe in hochwertige Qualität. Es hinterlässt einen guten Eindruck und kann natürlich wie das Bewerbungsfoto wiederverwendet werden, wenn es mit dem Job nicht klappen sollte! Titelbild: Fotolia.com - ©Dan Race