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Tipps für den richtigen Lebenslauf

Der Lebenslauf ist der wichtigste Bestandteil der Bewerbung. Er zeigt auf einen Blick, ob die nötige fachliche und persönliche Kompetenz vorhanden ist. Je mehr die Qualifikationen dem Anforderungsprofil eines Unternehmens entsprechen umso höher stehen die Chancen auf ein Bewerbungsgespräch. Aus diesem Grund ist es wichtig die folgenden Punkte für einen optimalen Lebenslauf zu beachten, damit dem neuen Job nichts mehr im Wege steht. Welche verschiedenen Arten von Lebensläufen gibt es? Neben dem ausführlichen und funktionalen ist der tabellarische Lebenslauf die häufigste Variante. Es sollte genau darauf geachtet werden nach welcher Art von Lebenslauf der Arbeitnehmer in seinem Profil sucht. Es kann vorkommen, dass ein Unternehmen ausdrücklich einen ausführlichen Lebenslauf fordert. Dieser wird dann als zusammenhängender Text verfasst und zeigt neben der beruflichen Erfahrung auch den individuellen Schreibstil und die persönliche Motivation.

Der tabellarische Lebenslauf

Inhalt Die Kriterien für einen optimalen Lebenslauf sind nicht immer gleich. Die Darstellung der Informationen hängt davon ab, ob man Berufseinsteiger ist oder ob man bereits über langjährige Berufserfahrung verfügt. Grundsätzlich ist für Berufseinsteiger ein chronologischer Aufbau des beruflichen Werdegangs wichtig, da sich so ein roter Faden in der Entwicklung erkennen lässt. Bei längerer Karrierelaufbahn ermöglicht ein gegenchronologischer Aufbau der Daten dem Personaler einen schnellen Überblick. Bei der hohen Anzahl an Bewerbungen wirkt ein Lebenslauf, der mit den aktuellsten Qualifikationen an erster Stelle beginnt aussagekräftiger. Layout Neben dem Inhalt ist ein optisch ansprechendes Layout unerlässlich. Der Umfang sollte in der Regel nicht mehr als zwei DIN-A4-Seiten betragen. Verwendet hierbei am besten eine Standardschriftart wie Arial oder Times New Roman in der Schriftgröße 12. Um eine gute Übersichtlichkeit zu garantieren, solltet ihr keine kleinere Schriftart verwenden, wenn der Lebenslauf beispielsweise zu lang geraten ist. Achtet hierbei auf einen nötigen Abstand zwischen den Rubriken. Außerdem solltet ihr versuchen, eure Angaben so gut wie möglich an die Zielfirma anzupassen, indem Informationen, die für das Unternehmen keine Aussagekraft haben rausgefiltert werden. So vermeidet ihr Überlänge. Für eine übersichtliche Struktur empfiehlt es sich den Text zweispaltig zu gliedern und in zwei Bereiche zu unterteilen: Im ersten Abschnitt stehen die persönlichen Informationen:
  • Name und Anschrift
  • Telefonnummer (Festnetz oder Mobil)
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtstdatum- und -ort
  • Familienstand
Tipp: Angaben über den Beruf der Eltern oder Anzahl der Geschwister sind für eine Bewerbung irrelevant. Das Gleiche gilt für Angaben über die besuchte Grundschule, den Geburtsnamen oder Namensänderung durch Scheidung oder Adoption. Im zweiten Abschnitt sollten dann folgende Eckdaten aufgelistet sein.
  • Beruflicher Werdegang mit Aufgaben-, Projekt- oder Leistungsangaben (sollten auf Kompetenzen hinweisen)
  • Praktika
  • Ausbildung und Studium
  • Auslandsaufenthalte
  • Besondere Qualifikationen
  • Stellenbezogene Fortbildungen
  • IT- und Sprachkenntnisse
Wichtig für die Sprachen: Das Niveau sollte durch Kommentare wie: Grundkenntnisse, gut, fließend in Wort und Schrift, verhandlungssicher oder Muttersprache gekennzeichnet sein. Seid unbedingt ehrlich mit den Angaben, da diese in einem späteren Bewerbungsgespräch sehr schnell nachgeprüft werden können. Tipp: Die Bedeutung von Praktika variiert je nach Berufserfahrung. Als Berufseinsteiger sind sie mit Nebenjobs häufig der einzige Nachweis für Qualifikationen und müssen unbedingt genannt werden.

Was tun bei Lücken im Lebenslauf?

Lücken im Lebenslauf lassen sich nicht immer vermeiden, sind bei Personalchefs jedoch nicht gerne gesehen. Fehlzeiten im Lebenslauf durch falsche Angaben zu verdecken, ist keine Lösung, da diese schnell aufgedeckt werden können. Wichtig hierbei ist es Zeitspannen, in denen ihr länger als ca. drei Monate nicht erwerbstätig wart zu kennzeichnen und möglichst positiv darzustellen. vermeidet den Begriff “arbeitslos” und verwendet stattdessen “arbeitssuchend” Zeiträume, in denen ihr arbeitssuchend wart können positiv dargestellt werden,indem ihr darauf hinweist, dass ihr die Zeit sinnvoll genutzt habt. (z.B. durch die Vertiefung einer Fremdsprache oder Erweiterung der PC-Kenntnisse) längere Auslandsaufenthalte werden als Pluspunkt betrachtet, da sie zusätzliche Lebenserfahrung bringen. Pflegezeiten im Familienkreis oder Elternzeit werfen ein gutes Licht auf den Bewerber, da sie auf soziale Kompetenz hinweisen. Zivilstand In der Rubrik der persönlichen Informationen wird auf den Familienstand eingegangen. Beschränkt euch hier auf Angaben wie ledig, verheiratet, verwitwet oder geschieden. Ergänzungen wie beispielsweise “geschieden seit…” sind nicht nötig. Solltet ihr Kinder haben, gebt keine Vornamen an, sondern nur Alter und Geschlecht. Beispiel: Eine Tochter(12 Jahre) und einen Sohn( 8 Jahre) Softskills Durch zusätzliche Angaben sozialer Kompetenzen - auch Soft Skills genannt - könnt ihr euch durchaus positiv darstellen. Dabei solltet ihr diese nicht in einer gesonderten Rubrik darstellen, einfach aufzählen und unkommentiert stehen lassen. Achtet unbedingt darauf Angaben zu machen, die für die Stelle auf die sich beworben wird von Bedeutung sein könnten. Wenn ihr euch auf eine Stelle als Projektleiter bewerbt, könnt ihr beispielsweise eure Tätigkeit als Vorstand eines Sportvereins aufführen und hinzufügen, dass ihr die Organisation des Vereins und der Veranstaltungen eigenverantwortlich wahrnehmen. So liefert ihr einen Beleg für wichtige Schlüsselqualifikationen wie Engagement, Organisationstalent und Eigeninitiative, die für einen Posten als Projektleiter relevant sind. Sport und Hobbys In dieser Sparte genügen generell ein bis zwei Angaben, da es nicht darum geht euer aktives Freizeitverhalten ausführlich zu dokumentieren. Bedenkt, dass Personalsachbearbeiter Informationen immer interpretieren und ihre Schlüsse ziehen. Solltet ihr beispielsweise anführen, dass ihr gern “einsame und lange Radtouren” unternehmt, könnte dies möglicherweise als wenig kontaktfreudig beurteilt werden. Mit manchen Angaben kann man aber durchaus punkten. Solltet ihr öfter verreisen, weist dies auf Weltoffenheit und interkulturelle Kompetenz hin. Mannschaftssportarten lassen dagegen auf Teamfähigkeit schließen, und zeigen ein positives Bild der sozialen Fähigkeiten. Doch Achtung: Bleibt auch bei diesen Angaben immer ehrlich. Zusatzqualifikationen und Fortbildungen Um euren Lebenslauf möglichst kurz und prägnant zu halten, solltet ihr bei erworbenden Zusatzqualifikationen eine konsequente Auswahl treffen. Eine hohe Zahl an Weiterbildungsmaßnahmen spielt nur dann eine Rolle, wenn sie für die Stelle, auf die sich beworben wird von Bedeutung sind. Häufiger Jobwechsel Generell gelten häufige Jobwechsel als Minuspunkt im Lebenslauf, da sie auf eine schlechte Berufs- und Lebensplanung schließen. Lassen sich diese allerdings auf äußere Umstände zurückführen, können sie durchaus sachlich begründet werden. Beispiel: “Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund von Insolvenz des Unternehmens” oder “aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen und Fusion mit Unternehmen X“ Falls sich euer Arbeitgeber aus persönlichen Differenzen von euch getrennt hat, könnt ihr die kurze Zeitspanne der Beschäftigung eventuell als befristete Arbeitsstelle oder als Praktikum darstellen. Sollte sich in eurem bisherigen Berufsweg kein roter Faden, also eine einheitliche und zielgerichtete Planung erkennen lassen, kann sich dies durchaus negativ auf ihr Profil auswirken. Ein immer wieder auftretender Wechsel der Berufsbranche kann auf den Personaler unsicher wirken. Wichtig ist, dass ihr von vornherein Neurorientierungen vermeiden solltet, um die Geradlinigkeit eurer Bewerbung zu garantieren. Nichtsdestotrotz weist ein häufiger Stellenwechsel auch auf wertvolle persönliche Eigenschaften wie z.B. Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Neugier hin, v. a. wenn ihr euch am Anfang eurer beruflichen Karriere befindet. Wann sollte ein Lebenslauf auf Englisch geschrieben sein? Euer Lebenslauf sollte prinzipiell in der gleichen Sprache wie das Stellenangebot bzw. die offizielle Sprache des Unternehmens verfasst sein. Sollte jedoch im Stellenanschreiben ausdrücklich nach Bewerbungsunterlagen auf Englisch oder in einer anderen Sprache verlangt werden, solltet ihr unbedingt darauf achten. Die Unterschrift Als letzten Schritt solltet ihr nicht vergessen euren Lebenslauf eigenhändig mit Kugelschreiber oder Füllhalter zu unterschreiben. Achtet darauf Ort und Datum hinzuzufügen. Zusätzliche Angaben wie “P.S.” oder “Anmerkung” sollten weggelassen werden. Damit ist euer Lebenslauf komplett. Titelbild: Fotolia.com - ©A_Bruno