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Abschluss und Gehalt - Mit welchem Studium verdiene ich am meisten?

Wer die Wahl hat, hat auch bekanntlich die Qual! Viele Abiturientinnen und Abiturienten möchten nach ihrem Abitur ein Studium beginnen. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, einen passenden Studiengang zu finden. Bei der Wahl richten sich die meisten nach ihrem Interesse. Doch auch ökonomische Motive spielen eine Rolle. Denn nach dem Abschluss fallen die Verdienste ganz unterschiedlich aus.

Studienrichtungen und ihre Einstiegsgehälter

Wer studiert hat, verdient in der Regel mehr. Akademiker verdienen im Durchschnitt rund 35 Prozent mehr als Berufstätige mit einer beruflichen Ausbildung.

Die Top-Verdiener

Eines steht fest: Ginge es nur um das Gehalt, so sollte man sich für ein Studium der Ingenieurswissenschaften, der Medizin oder naturwissenschaftlicher Studiengänge entscheiden. Die Einstiegsgehälter dieser Berufszweige liegen durchschnittlich bei rund 50.000 Brutto pro Jahr. Gefragte Kräfte auf dem Arbeitsmarkt sind aber auch Absolventen der Mathematik und Informatik. Besonders gefragt sind Experten in Maschinen- und Fahrzeugbau, sowie Energie- und Elektrotechnik.

In dubio pro reo

Auch Juristen können ganz gut verdienen, unter der Bedingung, dass sie in einer größeren Kanzlei eingestellt sind. Dabei spielt die Note eine entscheidende Rolle. Denn wer ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis beim Examen abgelegt hat, kann oft in den Staatsdienst oder in entsprechend etablierte und große Kanzleien mit guten Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten in das Berufsleben einsteigen.

Online-Bereich

Da viele Vorgänge im Unternehmen ins Internet verlagert werden und ständig technische Neuentwicklungen entstehen, werden Experten mit speziellen Internet-Kenntnissen gesucht. Dies gilt vor allem für soziale und digitale Medien. So kann man auch im Marketing, speziell im Online-Marketing, viel Geld verdienen. Ein Marketing-Manager verdient durchschnittlich etwa 45.000 Brutto im Jahr.

Einstiegsgehalt der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler sollten sich hingegen auf geringe Einstiegsgehälter einstellen. Durchschnittlich verdienen Absolventen dieser Studienrichtungen etwa 33.000 Brutto im Jahr. Doch nicht nur das Studium ist entscheidend bei der Frage um das Einstiegsgehalt. Bei der Gehaltsverhandlung kann es oft von Vorteil sein, wenn der Absolvent praktische Erfahrungen in einem bestimmten Berufszweig machen konnte oder Auslandserfahrungen vorweisen kann.

Sag’ mir wo du wohnst - und ich sag’ dir, wieviel du verdienst

Neben dem Studium spielt es auch eine Rolle, in welcher Branche man arbeitet und in welchem Bundesland. So gibt es regionale Unterschiede bei den Einstiegsgehältern. Es gibt ein Ost-West- und Nord-Süd-Gefälle. Absolventen in München oder Hamburg, verdienen meist mehr als Absolventen in Schwerin oder Thüringen. Dies lässt sich jedoch auch auf unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten zurückführen.

Unterschiedliche Branchen - Unterschiedliche Gehälter

Aber auch die Branche gibt bei dem Gehalt den Ton an! So sind die Verdienstmöglichkeiten in einem Industrieunternehmen beispielsweise besser als in der Tourismusbranche. Die höchsten Einstiegsgehälter bieten Banken, Luftfahrt, Chemie, Verfahrenstechnik, Pharmaindustrie und Autoindustrie. In diesen Branchen verdienen Absolventen mehr als in anderen Bereichen.

Große Unternehmen zahlen mehr

Auch spielt die Größe des Unternehmens bei den Verdienstmöglichkeiten eine Rolle. Je größer das Unternehmen, desto höher ist auch der Verdienst. Dabei zahlen Großkonzerne im Vergleich zu kleineren Firmen etwa 15 Prozent mehr Gehalt.

Frauen und Beruf

Das Thema Frauen in Führungspositionen und Gehalt ist nach wie vor ein sehr aktuelles, aber auch ein weit umstrittenes Thema. Denn trotz des Bundesgleichstellungsgesetzes, ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen weiterhin gering, ebenso wie ihr Gehalt im Vergleich zu den Gehältern von Männern in der gleichen Position. Dies gilt sowohl für die Privatwirtschaft als auch für den öffentlichen Dienst. Dabei absolvieren Frauen ebenso häufig ein Studium und sind ebenso gut qualifiziert wie Männer. Dennoch werden Führungspositionen der deutschen Wirtschaft in den meisten Fällen von Männern repräsentiert. Im mittleren Management werden nur 15% der Stellen durch Frauen besetzt, in Aufsichtsräten sind es 10% und in Vorständen lediglich 3%. So kann man sagen - je höher die Position, desto weniger Frauen finden sich auf der Ebene.